Während der ersten Tage liefen wir in Dar umher und klapperten die Sehenswürdigkeiten der Stadt ab, wie die Old Boma -der alte Verwaltungssitz von Deutsch-Ostafrika-, die Deutsch-Lutheranische Kirche mit fantastischen Ausblicken auf den Hafen, die die Reiseführer zu erwähnen vergaßen, und den farbenreichen, geschäftigen Kariakoo-Markt, auf dem wir viel frisches Obst kauften, tüchtig handelten und unsere Suahli-Kenntnisse erstmals richtig anwenden konnten. Außerdem machten wir dort die Bekanntschaft von Magnullah Mousa Magnullah. Magnullah arbeitete auf dem Markt und wollte mit uns einen Tee trinken gehen. Also aßen wir mit ihm in einem ‚Loch in der Wand’ für rund 1 EUR (alle zusammen) etwas, und er brachte uns ein paar weitere Brocken Suaheli bei. Außerdem bot er an, uns in der Peripherie von Dar herumzuführen. Wenn wir uns entscheiden sollten, sein Angebot anzunehmen, können wir an bestimmten Marktständen des Kariakoo-Markts nach ihm suchen, wo ihn jeder kenne. Bisher sind wir jedoch noch nicht auf sein Angebot zurückgekommen.

In Dar gibt es eine immense indische Community. An unserem zweiten Tag in der Stadt trafen wir gleich ein paar Menschen aus Puna (bei Bombay und dort, wo Richas Eltern wohnen), die einen kleinen Lebensmittelladen an der Ecke unseres Hotels haben. Diese luden uns ein, gemeinsam mit ihnen auf ein indisches Fest zu kommen. Diese Einladung nahmen wir an und verbrachten den Abend mit gutem indischen Essen, viele neuen Freunden J und Bhangra tanzen. Sehr amüsant, zumal außer Daniel weder andere Bleichgesichter, noch Afrikaner zugegen waren. Daniels herausragende Körpergröße bescherte uns zudem einige weitere Freunde, da er sich (als einziger) dazu eignete, am Ende des Festes die hochhängende Dekoration von der Decke zu holen!

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