Photos of Mbuya Island

Fotos von Mbuya Island






















Den folgenden Sonntag füllten wir damit aus, uns von unserem Sonnenbrand zu erholen und zwei Freunde von Richa zu treffen, die sie aus Studienzeiten kennt und die nunmehr in Arusha arbeiten und für das Wochenende nach Dar gekommen waren, um am darauffolgden Morgen, die nun schon vertraute Landschaft nördlich Dars in einem Daladala zu durchqüren, das uns erneut nach Kunduchi bringen sollte. Das Boot stand für uns schon bereit und so fuhren wir wenig später nach Mbuya Island und merkten, wie falsch wir vordem lagen. Denn DIES war es, das den Namen Paradies tatsächlich verdiente! Nicht eine Seele auf der Insel außer einem anderen Paar, einem Restaurantbetreiber und einer kleinen Gruppe von Arbeitern, die an ein paar Bambushütten im Innern der kleinen Insel schraubten. Der Sand war weiß, weiß, WEISS und das Wasser blau, blau, BLAU. Alles nur für uns! Und ein langer Streifen mit herrlichen Korallen direkt 15 m vor der Wasserkante. Zunächst sehr flach und im hinteren Bereich um die 6 m tief. Wir schnorchelten beide und ja auch Richa sah, nachdem sie ihre Flossen abgestreift hatte, dass sie im Meer schwimmen konnte, auch dort wo ihre Füße den Grund nicht berührten. Um ein geschichtsträchtiges Zitat zu paraphrasieren: Ein kleiner Plantscher für Richa, aber ein großer Schritt, ähm, auch für Richa! Wir schnorchelten also durch das Korallenparadies und sahen Sergeantfisch, einen lustigen, gelben, halbmond-förmigen Fisch – was wollt Ihr, wir sind keine Meeresbiologen! – Papageienfisch, zig kleine blaü Fische, die aus einer Koralle kamen oder darin verschwanden, wenn Daniel seine Hand näherte, und einen riesigen Pufferfisch!! Leider viel zu früh mussten wir uns wieder auf den Weg zum Festland machen, bevor die Ebbe kam und – noch wichtiger– bevor unser Bootskapitän Feierabend hatte.
Then, leaving ourselves all of Sunday to recover from the sunburn, and having met MP and Priya (friends of Richa’s from law school who are working in Arusha and were in Dar for the weekend) for a lovely thali lunch, we set off early on Monday back to Kunduchi. The boat arranged, we get to Mbuya island and realise we were wrong before, THIS is where paradise really is! NOT a SOUL on the island other than another couple, and small crew doing some construction on another end of the island, white white WHITE sands and blue blue BLUE water, all to ourselves, and a CORAL reef stretching for nearly a mile. We both snorkeled (yes, even Richa, when bereft of fins found she could swim in the sea, even where her feet don’t touch the sea floor. To paraphrase a great line from history – A small splash for Richa, a big step for, um, also Richa) and Daniel of course, dived, and we saw sergeant fish, a funny half-moon shaped yellow fish (what do you want, we’re not biologists!), parrot fish, tons of little blue fish that rose out of and fell back into a coral like a cloud as Daniel brought his hand closer and took it farther away, and a HUGE puffer fish. Too short a while later, we had to head back to the mainland before the tide went out and more importantly, before the boatman went off duty.
Ein Tag voll des Sonnenbadens und Schwimmens. Leider mussten wir nur feststellen, dass es direkt am Strand keine Korallen gab. Hierfür musste man vielmehr ein Boot mieten und zu einer kleinen Insel, die vor Kunduchi Beach gelegen ist, fahren.

Nach unserer Rückkehr nach Dar gingen wir am Abend in einen der zahlreichen indischen Tempel, nahmen an einer Zeremoni zu Ehren Kalis teil und wohnten hiernach einem farbenprächtigen traditionellen Tanz aus dem Bundesstaat Gujarat teil, der zum Navrati-Fest mit und ohne Stöcke getanzt wird. Ein sehr exotisches Fest für Daniel, und weniger exotisch für die leidende Richa!

A day of baking and swimming, although unfortunately, no corals, and we found we must hire a boat to an island off Kunduchi to get a sight of the coral reef.


That evening, slightly rested and recovered from the sunburn, we decided to walk around the Indian street in search of food. Fortunately (or unfortunately, depending on who’s talking) we found ourselves walking past a crowded Gujarati temple, all lighted up and dressed up for Navratri. So of course Daniel insisted we join the party, and the unfortunate Richa found herself, after years of dodging temples, in the middle of an aarti (prayer) in celebration of Kali (8-armed Hindu goddess of war). Being an honest person, she also feels it incumbent upon her to admit this visit, though she knows it will disappoint and sorrow her wise old father, as rabid an atheist who ever told anti-God-jokes. Things looked up after the aarti, with everyone beautifully dressed in colourful ghaghras and saris, joining in the traditional Gujrati dances of garba and dandiya (danced with sticks).









Nach fünf Tagen dieses idyllischen Daseins enschieden wir schließlich, dass es Zeit für uns sei, nach Dar zurückzukehren und unsere Vorbereitungen zu treffen, nach Arusha zu fahren. So nahmen wir am Morgen des 12. Oktobers, eines Freitags, ein Daladala zurück nach Dar es Salaam. Wieder im Jambo Inn einquartiert und hundemüde machten wir den Plan, am folgenden Tag endlich einmal an den STRAND zu gehen. Daniel, der inzwischen durch das häufige „Mzungu“ (weißer Ausländer)-Rufen der am Wegesrand stehenden Kinder zu verstehen begann, dass es einen kleinen Unterschied der Hautfarbe zwischen ihm und den Ortsansässigen gab, war entschlossen, dies umgehend zu ändern. (Daniel besteht an dieser Stelle darauf, dass die – nach Richas Auffassung farbenblinden – Kinder auch Richa mit ihren grellen Mzungu-Rufen bedachten!)

Kunduchi Beach, rund 35 km nördlich von Dar gewann unsere Ausschreibung als zu wählende Stranddestination, da es ausreichend See, Sonne, Sand und Korallenriffe für unsere Bedürfnisse bereit halten sollte. So be- und entstiegen wir ein, bzw. einem Daladala, liefen zum Strand und überprüfen hektisch unsere Landkarte, ob wir nicht irgendwo eine falsche Abbiegung genommen hatten und nunmehr im Paradies gelandet waren! An dieser Stelle sollen Worte schweigen und die Bilder für sich selber sprechen!

Finally, after 5 days of this idyllic existence, we decided it was time to head back to Dar, preparatory to finally getting to Arusha. So on the morning of Friday, 12th October, we took a daladala back to Dar. Settled back into Jambo Inn, and dog-tired, we made plans the next day, to finally get to a BEACH! Daniel, by then notified by the frequent pointing of children and shouts of “mzungu” (or white foreigner), was beginning to notice a slight difference in colour between himself and the locals, and was determined to remedy this situation. (Daniel here insists that we also mention that the colour-blind children also applied the thrilled yells of “mzungu” to Richa!). Kunduchi beach, north of Dar won our vote, as containing sufficient sea sun sand and coral reefs for our needs. We got off the daladala walked to the beach and hastily checked our maps to see if we’d made a wrong turn and got to paradise instead. Here, we shut up and let the photos speak for themselves.
German and Asma posing with the stollen (traditional Christmas German fruit cake), we presented them.

German und Asma posen mit dem deutschen Stollen, den wir ihnen geschenkt haben.

A baobab tree at the Kaole ruins.

Ein Baobab Baum bei den Kaole Ruinen.

Walking along the beach with German and Juma...



Laufen am Strand mit German und Juma...
The home of Asma's famiy, from the inside...

Das Haus der Familie Asmas, von innen...


and outside...

und von außen...


and containing the family!

und mit der Familie!

Nach dem Abendessen gingen wir in die an das Restaurant angeschlossene Bar und teilten uns eine sehr gelbe und sehr süße Fanta, von der wir erst neuerdings erfuhren, sie sei Passionfruit-Fanta. Wir waren die einzigen Mzungus, d.h. Bleichgesichter, auch wenn Richa bestreitet, hierzuzugehören, und bald machten wir die Bekanntschaft eines dortigen Kellners, dessen Name bedeutsamerweise German lautete. Er ist ein Mittzwanziger Kenyaner, der bereits seit einigen Jahren in Bagamoyo lebt und hier als Kellner sein Brot verdient. Wir verbrachten den ganzen Abend damit, uns mit ihm über dies und das zu unterhalten und am Ende des Abends lud er uns ein, am kommenden Tage, seine Freundin Asma und ihr gemeinsames dreijähriges Kind Hamisi zu besuchen, die in einem nur zehn Minuten entfernten Dorf wohnten, wobei es –wie sich später herausstellte– um einen zwanzigminütigen Spaziergang handelt, wenn man mit dem örtlichen Bagamoyo-Schritt läuft.Wir akzpetierten. Bevor wir uns am kommenden Morgen jedoch mit German trafen, der den Weg zu Asmas Haus weisen sollte, entschieden wir, in einer der kleinen, von Locals besuchten Snackbars in der Nähe des Neuen Markts Frühstück zu essen. Und dies erwies sich als sehr gute Entscheidung. Seit unserer Ankunft in Tansania waren wir sehr epicht darauf, das traditionelle Frühstück auszuprobieren, von dem wir viel in unseren Reiseführern gelesen hatten. Dieses besteht vor allem aus Uji – einem zähflüssigen, weißen Maisbrei, der mit Zucker gesüßt wird –, Chai – einem aromatischen Gewürztee –, gezuckerter, warmer Milch und Chapati – in der Pfanne gebackenen, dünnen Fladenbroten mit viel Pflanzenöl. Alternativ hierzu kann auch eine Fisch- oder eine süße Bohnensuppe gegessen werden.

All dies fanden wir in einem kleinen Imbiss am Neuen Markt, der aus einem Raum, der schätzungsweise viereinhalb Meter tief und zweieinhalb Meter breit war, bestand. Der Raum war an der Stirnseite offen und ging auf die Straße hinaus. Auf dem mit Wellblech überdeckten Teil des als Bürgersteig zu bezeichnenden Streifens Beton vor dem Haus standen mehrere kleine Kohleöfen, auf denen verschiedene Töpfe und Pfannen mit den zu servierenden Delikatessen kochten und brieten. Im Raum, dessen Wände mit hellblauen Kacheln bedeckt waren, standen auf dem grauen Betonboden in zwei Reihen einfache Holztische mit je zwei niedrigen Holzbänken zu beiden Seiten der Tische, die längs im Saal dessen gesamte Tiefe ausmaßen. Hier setzten wir uns und bestellten Chai, Uji und Chapati. Alles war vorzüglich, kostete uns 900 Tsh (Tansanische Schilling ≈ 0,70 €) und die Gesellschaft war umsonst. Auf der Bank gegenüber aßen drei Massai-Krieger in traditioneller Kleidung, dem Hirtenstock und ihrer deutlich von den anderen Stämmen unterscheidbaren Physiognomie ihre morgendliche Fischsuppe. Angehörige der Massaistämme sind weit größer als andere Volksstämmige, haben einen sehr länglichen Kopf, oft mit einem deutlich hervortretenden Stirnknochen. Außerdem tragen sie in den Ohrläppchen große Schmuckstücke, an den Armen, Füßen und am Hals perlenartige Ketten und sind im Űbrigen in rote oder purpurfarbene Stoffkutten gekleidet.

Außerdem waren zwei Jugendliche mit schwarzen Basecaps, zwei ältere Herren mit muslimischen Kopfbedeckungen und ein bis zwei Arbeiter in dem gastromomischen und szenischen Kleinod.

Hiernach trafen wir uns mit German und liefen zusammen zum Hause Asmas und ihrer Familie. Nachdem wir dort eingetroffen, unheimlich gut erneut Ugali und Samaki gegessen und mit Asmas Familie gequatscht hatten, so gut deren beschränkte Englischkenntnisse und unsere mehr als beschränkten Suahelikenntnisse es zuließen, kam es irgendwie dazu, dass wir eingeladen wurden, für den Rest unseres Aufenthaltes in Bagamoyo in deren Haus zu wohnen. Und hierauf folgten fünf beeindruckende und unglaublich interessante Tage im Haus von Asmas Familie, die aus ihrem Vater, der ein Richter oder hoher politischer Beamter in Bagamoyo ist, ihrer extrem netten und gastfreundlichen Mutter, einem ihrer zwei Brüder – der ältere Bruder ist Hotelmanager in Dar –, ihrer kleinen Schwester Dera und dem kleinen Baby Hamisi besteht.

Hamisi war der einizige, der eine spontane Abneigung gegen uns entwickelte und in Weinkrämpfe ausbrach, wenn er uns sah. Er war auch nicht durch das würdeloseste Grimassenschneiden, Pfeifen, Verstecken spielen oder anderen Aktivitäten zu gewinnen, die uns die ungeteilte Zuneigung von Kleinkindern auf dem ganzen Globus gesichert hat.

Im Hause Asmas wurde uns nach dem Aufwachen Frühstück serviert, obwohl wir in unserem besten Suahli mehrfach darauf bestanden hatten, nicht extra für uns Essen zuzubereiten, während der Rest der Familie wegen Ramadan fastete. Danach gingen wir mit German, um die Stadt zu „checki“ oder rafiki (Freunde) zu „checki“ oder einfach nur um rumzulaufen.

Einfach nur herumzulaufen konnte dabei für zwei Nicht-Afrikaner von besonderem Zauber und Vernügen sein! Insbesondere wenn wir auf unserem Weg zu unserem Abendessen, das wir allabendlich bei Germans Bruder Juma zu Hause einnahmen, durch die Dörfer gingen und das letzte, gelbe Sonnenlicht, das langsam dem Ergrauen der Dämmerung wich, die traditionellen Lehmhütten und Palmzäune mit den sie umgebenden Bananen-, Papaya- und Mangobäumen in seinem warmen, freundlichen Licht erleuchtete. Die Stimmung war durch eine Ruhe geprägt, in der Familien am Ende des Tages nach getaner Arbeit nach Hause zurückkehren. Insbesondere Muslime konnten sich nun auf den ersten süßen Tee seit den frühen Morgenstunden freuen –denn es war ja Ramadan – und bald darauf auf ihre erste richtige Mahlzeit des Tages.

Die Luft war erfüllt vom Geruch von Kohleherden, die in jedem Haus und Hof stehen und im Privaten wie in Restaurants zum Kochen verwendet werden. Es ist ein eindeutiger, holzartiger Geruch, dem eine gewisse Gemütlichkeit innewohnt. Und er passt so gut in diese stille, ruhige, abendliche Stimmung, durch die wir zu Fuß glitten wie durch einen Film.

Juma ist Fischer und wohnt mit seiner (Beinahe)Ehefrau Mama Bakari in einer kleinen, einräumigen Hütte. Dort aßen wir jeden Abend mit German und Juma von einem gemeinsamen Teller mit der Hand, nachdem wir Bismillah gesagt und unsere Hände mit einem Krug über einer Schüssel gewaschen hatten, Ugali oder Manioc oder Kokusnussreis mit frischem Fisch aus Jumas Fang (!), alles aufs Leckerste zubereitet von Mama Bakari.

Das sehr reichhaltige und stets äußert schmackhaft Abendessen war gefolgt von Stunden des Quatschens mit Juma und German, die uns interessante Einblicke in die tansanische Politik und Kultur vermittelten. So erfuhren wir unter anderem, was die sozialistischen Politiken von Nyerere und Kikwete für die tatsächliche Praktikabilität von Preisen bedeutete, und was ein Junge tun muss, der ein Mädchen heiraten will. In diesem Fall muss er nämlich einen Brief an den Vater schicken, der sein Begehren und Tsh 10.000 (ca. 6 EUR) enthält. Dann fragt der Vater das Mädchen, ob es den Freienden wolle. Falls die Antwort ja ist und auch der Vater keine prinzpiellen Einwände hat, trägt erst er, dann die Mutter, dann die Zuvermählende, dann die Brüder, dann die Großeltern in eine Liste, welchen Geldbetrag sie für die Freigabe des Mädchens erhalten möchten. Dieses Geld (und das Geld für die Hochzeitsfeierlichkeiten) sind sodann vom Bräutigam zu erbringen!

Unser vorher beinahe inexistentes Suaheli wuchs um ein Vielfaches während dieser Unterhaltungen. An einigen Abenden gab sich Richa als „gute indische Frau“ und lernte von Mama Bakari wir man Kokusnussreis kocht und half ihr beim Abwasch. Mama Bakari und Juma stellten, da sind wir uns einig, das Highlight unser Zeit in Bagamoyo dar. Ein Paar, das einfacher, liebenswürdiger, mit beiden Beinen auf der Erde stehender, großzügiger und gastfreundlicher ist, ist schwer zu finden.

After dinner, we went next-door to a bustling local bar and shared a very yellow, very sweet fanta (which we’ve recently discovered to be passion-fruit fanta!) and there, we made the acquaintance of our waiter – named, oddly enough, German, a mid-20s Kenyan, working as a waiter in Bagamoyo. We spent the evening chatting of this and that, and by the end of the evening, had been invited by German to visit his girlfriend Asma and their 3-year old son Hamisi in a little village about 10 minutes’ walk (20 minutes if you’re walking at the local Bagamoyo pace) from Bagamoyo city centre.

We accepted. The next morning, before meeting with German, who was to take us to Asma’s house, we decided to have breakfast at a local place, close to the New Market. And this turned out to be a great decision! Since arriving in Tanzania, we’d been avidly searching for ‘local food’ that we’d heard and read about. For instance, ‘uji’, a white, fluid maize soup to which sugar is added (for our Indian audience, this is much like a maize kheer), chai and chapati. Or, something we’re still looking to try, a fish or bean soup. All of these treats we found in a little one-room shack, maybe 4 ½ meters long and 2 ½ meters across, open to the street all along its front. Tin-roofed, the small pavement in front of the tea shop was taken up by small coal-burning stoves, over which pots and pans bubbled and sizzled merrily. Inside the shack, blue tiled walls and a grey concrete floor enclosed two rows of long, wooden tables, each flanked by two low wood benches, the table and benches running the depth of the shack. Here we each found room on a bench and ordered chai, uji and chapati. (For the record, the African way of making chapati involves a lot more frying in oil than the Indian. And of course, it tastes correspondingly yummier!) All together, our breakfast came to 900 Tanzanian shilling (approximately 0.80 USD). The company came gratis! Opposite us, three Masaai warriors in traditional clothes were involved in their morning fish soups. Not just the clothes, but their physiognomy clearly distinguishes Masaai from the other locals – much taller than the average African (most Masaai are 6 feet tall!), with a long face, high cheekbones, a prominent forehead. Often clad in the traditional, loose, red or purple cotton clothes, they wear large pieces of bead jewelry around their arms, ankles and throat. Other than our Masaai co-breakfasters, we shared the space with two teenagers with black baseball caps, two older men with round, white Islamic caps and two workers on their way to the fields or factory. All in all a gastronomic and scenic delight!

After our exotic breakfast, we met German and strolled to Asma’s place. Having visited, lunched deliciously on more ugali and samaki, chatted with Asma’s family as much as we could in their limited English and our more than limited Swahili, we somehow ended up invited to stay with the family for the rest of our time in Bagamoyo! And then followed five FUN days of staying with Asma’s family (consisting of her father – a judge or some other high administrative official in Bagamoyo politics, an extremely kind and hospitable mother, two of her three brothers (the oldest brother being away from home, working as a manager in a hotel in Dar), little sister Dera and the little baby (who took an instant dislike to us, crying within minutes every time he saw us and could not be won over, despite much playing hide and seek, crooning, whistling, and making faces, actions that have usually won us the undying affection and favour of little children across the globe). We’d wake up in the morning, breakfast at Asma’s (despite begging the mother, in our very best Swahili, to not specially prepare breakfast for us in a houseful of people fasting for Ramadan!), and then go out with German to “checki” the town, “checki” his rafiki (friends) and generally walk around. Just walking around could be kind of magic and a real excitement for two non-Africans, too. Especially when we headed for dinner which was always at the little one-room hut of German’s brother Juma, a fisherman, eating (out of a common plate, and after saying Bismillah) ugali, or cassava, or coconut rice along with fresh fish from his catch, all deliciously prepared by his wife, Mama Bakari. On our way to Juma’s house the last beams of sunlight lit the scenery in the warm, yellow light of the evening sun which faded into the gentle greyness of dusk. We walked through settlements of traditional clay huts with surrounding banana and papaya trees and a calm atmosphere of people having got home after a long day’s work. In particular Muslims could look forward to their first sweet, hot chai since the early morning hours and their first meal of the day – because it was still Ramadan. And the air was filled with a dense smell of charcoal, a unique, slightly wooden odour that carries a certain cosiness. And this smell fit so well into the calm, silent, vespertine mood through which we glided like through a dream.

The abundant and always extremely tasty dinner was followed by hours of chatting with Juma and German, getting a completely new perspective on Tanzanian politics (what the socialist policies of Nyerere and Kikwete mean on the real practicality of prices!), culture (how a boy must write a letter enclosing Tsh 10,000 (approx. 8 USD) to the father of the girl he wants to marry and how the subsequent bride price is negotiated) and increasing our practically non-existent Swahili by nearly fourfold. And sometimes with Richa (whom we know to be a good little Indian girl), learning to cook coconut rice and helping Mama Bakari wash the dishes. Mama Bakari and Juma remain, I think, the highlights of our time in Bagamoyo. A kinder, simpler, more down-to-earth, welcoming, generous, hospitable couple it would be difficult to find.

Nachdem wir anderthalb Tage in Dar verbracht hatten, bestiegen wir am Sonntag den 7. Oktober samt unseres Gepäcks ein Daladala (genaugenommen waren es zwei) und fuhren ins 75 km nördlich von Dar gelegene Bagamoyo, eine einstmals lebendige Hafenstadt, die heute aus wenig mehr als ein paar Hütten, Wellblechsiedlungen und einer interessanten Geschichte besteht. Letzteres beruht insbesondere auf drei Gründen. Zum ersten sind die bekannten Kaole-Ruinen aus dem 15. Jahrhundert nahe bei Bagamoyo, über die wir weiter unten noch schreiben werden. Zum zweiten war die Stadt erst Hauptsitz der deutschen Kolonialverwaltung, ehe diese wegen des für größere Schiffe besseren Hafens nach Dar es Salaam verlegt wurde. Zum dritten war während der Zeit des Sklavenhandels hier das Ende einer der wichtigsten Sklavenstraßen vom im Westen gelegenen Tanganyikasee bis hier an den indischen Ozean, vonwoaus die Sklaven nach Sansibar und von dort in alle Welt verschifft wurden.


In Bagamoyo angekommen fanden wir ein Hotel („Gesti“ in Suahli), ließen unser Gepäck dort und machten uns daran, die Stadt zu erkunden. Die Stadt ist dabei nicht als Stadt zu bezeichnen; sie ist ein Dorf. Eine einzige asphaltierte Straße läuft parallel zum Strand am Ortsrand entlang. Der Ort und die umherliegenden Dörfer, in die Bagamoyo nahtlos übergeht und mit denen es zu verschmelzen scheint, sind von roten Lehm-Staubpisten durchzogen. Im so genannten Zentrum der Stadt finden sich einige steinerne Buden, während außerhalb des Kerns die meisten Hütten in traditioneller Bauweise errichtet sind. Dabei wird eine doppelte Struktur aus dünnen Holzstämmen und Zweigen geschaffen, in deren Zentrum eine Mischung aus Stroh und Lehm gefüllt wird; das Dach wird in der Regel mit Reet oder Matten aus Bananenblättern gedeckt. Das einzige zweistöckige Gebäude, das wir während unseres Aufenthalts gesehen haben, war die Polizeistation. Der Rest ist einstöckig.

Vom ersten Augenblick an hatten wir beide ein sehr gutes Gefühl in Bagamoyo. Es erschien uns als das authentischere, echtere, genuinere Tansania. Und das sollte es für uns auch werden.

Einige Stunden des Umherlaufens genügten, um die Stadt in ihren Ausmaßen mehrfach zu durchwandern. So machten wir uns am Ende unseres ersten Tages in das Restaurant auf, für das wir seit unserer Ankunft die meisten Empfehlungen erhalten hatten und aßen dort eine riesige Portion Ugali und Samaki. Samaki ist das Suaheli-Wort für Fisch, und Ugali ist ein weißer, hochviskoser und beinahe fester Brei, der aus Maismehl gewonnen wird, und keinen starken Eigengeschmack hat. Mit der rechten Hand (nie mit der Linken! Für diese gibt es –zumindest traditionell– andere Aufgaben!) und in deren Ballen formt man kleine Bällchen Ugali, die man sodann in die Sauce tunkt oder mit denen man Fischteile aufnimmt. Sehr lecker!

Und dann begann das richtige Abenteuer.

So on Sunday, the 7th of October, having spent a day and a half in Dar, we took a daladala (or rather, two), to Bagamoyo, an erstwhile-bustling port town about 75 kms north of Dar, now consisting of little more than huts and shanty-towns and a rich history. The rich history relates mainly to three eras. The first being the 1500s, one of the remnants of which time are the famous Kaole ruins close to Bagamoyo, about which there’s more below. The second era of bustle in Bagamoyo’s history came when the German colonists chose it as their first capital of Tanganyika, before they found that the harbour in Dar was more suitable for the large ships they needed to have access to the capital. Finally, and perhaps best recorded, is Bagamoyo’s dubious importance as the last mainland stop for the slave caravans before the slaves were taken to the bazaars of Zanzibar to be sold to plantations in Europe and southern Africa. In fact one theory of the genesis of the name ‘Bagamoyo’ (literal Kiswahili translation – ‘lay down’ or ‘crush’ my heart) is that it related to the captured slaves’ giving up hope of escape as they left the African mainland forever.

We found a hotel (gesti, in Swahili), and leaving our bags, set out to explore the town. There is only one asphalted road, parallel to the beachfront along one end of the town. For the rest, the place and the neighbouring villages in which Bagamoyo seems to melt seamlessly, are interspersed by red coloured dust roads. In the so called ‘city centre’ there are simple stone buildings while outside the inner core of Bagamoyo, most of the huts are erected in the traditional manner. This involves a structure of thin branches and stems of eucalyptus and other trees, filled in and padded with a mixture of clay and straw, with roofs made of reed or coconut mats. The only 2-story building we saw during our stay was the police station – the rest is one-story only! From the moment we set our foot out of the daladala, we had a good feeling about the town. It seemed more authentic, genuine, more Tanzania. A couple of hours of walking and we’d probably seen most of the town, so we headed to the local restaurant for which we’d received the most recommendations since being in Bagamoyo, for a dinner of ugali (maize flour cooked to a solid consistency, to eaten by rolling into balls in the palm of your hand and dipped in the sauce) and samaki (fish). Yummy.) And then the real adventure began.

Während der ersten Tage liefen wir in Dar umher und klapperten die Sehenswürdigkeiten der Stadt ab, wie die Old Boma -der alte Verwaltungssitz von Deutsch-Ostafrika-, die Deutsch-Lutheranische Kirche mit fantastischen Ausblicken auf den Hafen, die die Reiseführer zu erwähnen vergaßen, und den farbenreichen, geschäftigen Kariakoo-Markt, auf dem wir viel frisches Obst kauften, tüchtig handelten und unsere Suahli-Kenntnisse erstmals richtig anwenden konnten. Außerdem machten wir dort die Bekanntschaft von Magnullah Mousa Magnullah. Magnullah arbeitete auf dem Markt und wollte mit uns einen Tee trinken gehen. Also aßen wir mit ihm in einem ‚Loch in der Wand’ für rund 1 EUR (alle zusammen) etwas, und er brachte uns ein paar weitere Brocken Suaheli bei. Außerdem bot er an, uns in der Peripherie von Dar herumzuführen. Wenn wir uns entscheiden sollten, sein Angebot anzunehmen, können wir an bestimmten Marktständen des Kariakoo-Markts nach ihm suchen, wo ihn jeder kenne. Bisher sind wir jedoch noch nicht auf sein Angebot zurückgekommen.

In Dar gibt es eine immense indische Community. An unserem zweiten Tag in der Stadt trafen wir gleich ein paar Menschen aus Puna (bei Bombay und dort, wo Richas Eltern wohnen), die einen kleinen Lebensmittelladen an der Ecke unseres Hotels haben. Diese luden uns ein, gemeinsam mit ihnen auf ein indisches Fest zu kommen. Diese Einladung nahmen wir an und verbrachten den Abend mit gutem indischen Essen, viele neuen Freunden J und Bhangra tanzen. Sehr amüsant, zumal außer Daniel weder andere Bleichgesichter, noch Afrikaner zugegen waren. Daniels herausragende Körpergröße bescherte uns zudem einige weitere Freunde, da er sich (als einziger) dazu eignete, am Ende des Festes die hochhängende Dekoration von der Decke zu holen!

We spent the first couple of days walking about Dar – covering the spots the guidebooks tell us to look at, like the Old Boma (old administrative offices), German Lutheran church (with some fantastic views of the harbour, which the guidebooks forgot to mention!), and the colourful and bustling Kariakoo market, where we bought tons of fruit, bargained lots (giving us the opportunity to use our squeaky-new Swahili for the purpose), and made the acquaintance of, and had lunch at a hole-in-the-wall with, Magnullah Mousa Magnullah, who loved Germany, and was willing to show us some sights around Dar. If we decide to take him up on the offer, we are to look for him in one row of stalls at Kariakoo market, where everyone knows him. So far we haven’t taken him up on the offer J. As evidence of the high number of Indians in Dar, the very second day we were in Dar we ran into some Pune-ites who own a provision store not far from our hotel, were invited by them to an Indian food-festival close by and ended up spending the evening feasting on dosas, idli-vadas, and tamarind rice, and dancing bhangra. Daniel being the only pale-face (or for that matter, any-coloured-face other than Indian) was easy to keep track of, and his outstanding height among the rest of the population equipped him for many useful things, such helping the Andhra-ites take the decorations off the ceiling of the Andhra stall at the end of the evening.
Wenngleich Dar seit den 1980ern nicht mehr Hauptstadt von Tansania ist, so ist es immer noch die größte und wichtigste Stadt des Landes. Obwohl Dar mit rund 4 Millionen Einwohnern größer als Berlin ist, kam uns die Stadt erstaunlich klein vor. Die Straßen waren halbleer, die Gebäude hatten selten mehr als zwei Stockwerke und die ganze Atmosphäre entsprach derjenigen einer Provinzmetropole – ruhig, langsam und nichts vom lebendigen Trubel, von dem die Reiseführer berichten. Wir verbrachten fast einen Tag damit, nach dem Stadtzentrum zu suchen, bevor uns dämmerte, dass es keines gab!