Den folgenden Sonntag füllten wir damit aus, uns von unserem Sonnenbrand zu erholen und zwei Freunde von Richa zu treffen, die sie aus Studienzeiten kennt und die nunmehr in Arusha arbeiten und für das Wochenende nach Dar gekommen waren, um am darauffolgden Morgen, die nun schon vertraute
Landschaft nördlich Dars in einem Daladala zu durchqüren, das uns erneut nach Kunduchi bringen sollte. Das Boot stand für uns schon bereit und so fuhren wir wenig später nach Mbuya Island und merkten, wie falsch wir vordem lagen. Denn DIES war es, das den Namen Paradies tatsächlich verdiente! Nicht eine Seele auf der Insel außer einem anderen Paar, einem Restaurantbetreiber und einer kleinen Gruppe von Arbeitern, die an ein paar Bambushütten im Innern der kleinen Insel schraubten. Der Sand war weiß, weiß, WEISS und das Wasser blau, blau, BLAU. Alles nur für uns! Und ein langer Streifen mit herrlichen Korallen direkt 15 m vor der Wasserkante. Zunächst sehr flach und im hinteren Bereich um die 6 m tief. Wir schnorchelten beide und ja auch Richa sah, nachdem sie ihre Flossen abgestreift hatte, dass sie im Meer schwimmen konnte, auch dort wo ihre Füße den Grund nicht berührten. Um ein geschichtsträchtiges Zitat zu paraphrasieren: Ein kleiner Plantscher für Richa, aber ein großer Schritt, ähm, auch für Richa! Wir schnorchelten also durch das Korallenparadies und sahen Sergeantfisch, einen lustigen, gelben, halbmond-förmigen Fisch – was wollt Ihr, wir sind keine Meeresbiologen! – Papageienfisch, zig kleine blaü Fische, die aus einer
Koralle kamen oder darin verschwanden, wenn Daniel seine Hand näherte, und einen riesigen Pufferfisch!! Leider viel zu früh mussten wir uns wieder auf den Weg zum Festland machen, bevor die Ebbe kam und – noch wichtiger– bevor unser Bootskapitän Feierabend hatte.
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