Eines Morgens, es war Montag, der 29. Oktober, packten wir unsere Rucksäcke mit Wanderutensilien und unseren Keksreserven und bestiegen um 6.00 Uhr in der Früh einen kleinen, gelben Bus, der uns nach Lushoto in den Usambara-Bergen bringen sollte. Dazu fuhren wir auf dem sog. Highway, einer kleinen, asphaltierten Landstaße, vier Stunden zurück in Richtung Dar es Salaam, um in Mombo abzubiegen und weitere zwei bis drei Stunden eine steile Bergstrecke gen Himmel zu fahren, bis wir im malerischen Lushoto angekommen waren. Wir hatten uns in den letzten 5 min vor unserer Ankunft für die Karibuni Lodge als Unterkunft entschieden, die 1 km außerhalb des Dorfkerns gelegen war. In der Reiseführerbeschreibung war von Affen, die im Wald um das Hostel leben, die Rede. Wir hatten dem keinen wirklichen Glauben geschenkt, waren aber von der schön beschriebenen Waldlage des Hauses dennoch überzeugt worden. Nachdem wir den Bus verlassen hatten und ein kleine private Staubstraße, die zur Karibuni Lodge führte, entlang liefen, sahen wir mit ein Mal einen großen blau-grauen Fellklumpen zwanzig Meter vor uns auf der Straße. Dieser sprang sodann auf den nahestehenden Baum und klettere agil in dessen Wipfel, wo noch vier oder fünf anderen Fellknäule hockten und auf uns niederschauten. Es waren Blaue Affen, die sehr haarig und recht groß und verdammt cool waren!!! Da waren wir ziemlich baff!


In der Lodge nahmen wir die billigste Unterkunft im „Schlafsaal“. Dieser bestand aus vier Betten. Da jedoch niemand sonst dort nächtigte hatten wir einen schönen großen Raum für wenig Geld für uns alleine!

Gleich machten wir uns auf ins Zentrum des Ortes. Lushoto ist sehr klein. Es ist idyllisch gelegen zwischen hohen grünen Berghängen, die zum Teil kultiviert werden. Es weht ein frischer Bergwind auf den 1500 m, auf denen es gelegen ist und auf großen Bäumen schwingen viele Affen umher.

Eigentlich besteht das Dorf nur aus einem kleinen überdachten Markt, ein paar darum angesiedelten Häusern und Hütten und ein paar Kirchen. Anders als in den meisten Teilen des Landes sind in den Usambara-Bergen die Hälfte der Menschen Christen, während die anderen Hälfte muslimischen Glaubens ist.

Nachdem wir Ugali, Rindfleisch und Bohnen zu Mittag gegessen hatten, gingen wir zum Touristenbüro, das Wanderausflüge und –touren anbietet. Dort informierten wir uns und fragten die netten Tourguides nach dem dicksten, dichtesten und dunkelsten Wald, den man somit als 3D-Wald bezeichen könnte :-)

Einstimmig wurde uns der Wald um den Berg Shagayu geraten. Dieser sei allerdings nicht ganz um die Ecke, vielmehr müsse man einen Bus nach Mtae nehmen, der nur einmal am Tag und zwar am Nachmittag fahre.

Nichtsdestotrotz nahmen wir das Angebot an, nachdem wir einen fairen Preis ausgehandelt hatten und vereinbarten, am kommenden Morgen mit einem Führer unsere Tour zu beginnen.

Auf dem Rückweg zu unserer Herberge erkundeten wir ein paar andere Pfade des Dorfes und wurden dabei bald von einer fluktuierenden Gruppe von 7-13 Kindern begleitet, die mit uns in Suaheli plauderten und fotographiert werden wollten, um sich sodann auf dem Monitor unserer Kamera zu sehen und sich höllisch darüber zu freuen. Genießt also unten die tollen Bilder, von den Kindern der Usambara-Berge!!

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